Zirbelkieferöl: ein Stück Südtiroler Bergluft
Über einen Baum, der oberhalb der Wolken wächst, über Stuben, die nach vierzig Jahren noch immer duften – und über das Öl, das diesen Duft in dein Wohnzimmer bringt.
Ein Pfad durch den Zirbelkiefer-Wald oberhalb von Wolkenstein – ihre Heimat liegt auf 1.500 bis 2.500 Metern.
Manche Düfte sind so eng mit einem Ort verbunden, dass sie sich gar nicht trennen lassen. Die Zirbe gehört dazu. Sie ist der Baum der Hochlagen, der Stuben, der langen Winterabende. In dieser Geschichte erzählen wir dir, was sie so besonders macht – botanisch, kulturell, handwerklich. Wenn du das fertige Bio-Zirbelkieferöl in deiner Hand halten möchtest: bei Viworo findest du es im 10 ml und 30 ml Fläschchen.
Inhaltsverzeichnis
- Die Zirbelkiefer – ein Baum der Hochlagen
- Was die Pflanze einzigartig macht
- Wirkung des Zirbelkieferöls
- Die Zirbenstube – Tradition aus Südtirol
- Wildsammlung und Nachhaltigkeit
- Vom Holz zum Öl – die Wasserdampfdestillation
- Das Duftprofil
- Drei Nadelhölzer im Vergleich
- Anwendung: So nutzt du Zirbelkieferöl
- Wenn du das Öl ausprobieren möchtest
- Häufige Fragen
Die Zirbelkiefer – ein Baum der Hochlagen
Es ist später Nachmittag im Hochsommer, irgendwo oberhalb von Wolkenstein. Die Sonne fällt schräg durch die Äste, das Licht hat diese warme Farbe, die nur die Berge kennen. Unter deinen Schuhen knirschen alte Nadeln, manche silbergrau, manche noch leicht gerötet vom letzten Winter. Du bleibst stehen. Atmest ein. Und da ist er, dieser Duft, der irgendwo zwischen Harz, warmem Holz und sauberer Bergluft liegt. Du weißt sofort, was dich umgibt, auch ohne hinzuschauen. Eine Zirbe.
Ich bin Patrick Gstrein, ich führe Viworo seit 2015 – mein Vater hat den Betrieb 1989 gegründet. Wir sitzen in der Zollstraße 21 in Lana, mitten in Südtirol. Wir sind kein Hersteller, sondern Händler. Das heißt: Wir suchen die Öle aus, prüfen jede Charge, schauen den Lieferanten genau auf die Finger. Bei der Zirbe ist es uns letztes Jahr zweimal passiert, dass wir eine ganze Lieferung zurückgewiesen haben – einmal, weil der Bornylacetat-Anteil zu niedrig war, einmal, weil der Duft einfach nicht stimmte. Bei einem Öl, dessen Persönlichkeit so stark mit dem Standort verknüpft ist, kann man bei der Auswahl nicht großzügig sein.
Die fünfnadeligen Büschel sind das Erkennungszeichen der Zirbelkiefer.
Ein Baum, der Zeit hat
Die Zirbelkiefer (Pinus cembra L.) gehört zu den Bäumen, die niemand in Eile aufzieht. Sie wächst langsam, manchmal sehr langsam. Auf 2.000 Metern Höhe hat sie keinen Sommer, der es eilig hätte. Dafür kann sie bis zu 1.000 Jahre alt werden. Sie trotzt Temperaturen bis minus 40 Grad und Wintern, die andere Bäume nicht überstehen würden. Ihre Wurzeln klammern sich in Felsspalten, in denen kaum Erde liegt.
Heimat in den Alpen und Karpaten
Verbreitet ist die Zirbe in den Zentralalpen und in den Karpaten. In Südtirol gehört sie zum Bild der oberen Waldgrenze: dort, wo die anderen Nadelbäume bereits aufgegeben haben, steht sie noch. Verstreut, oft einzeln, manchmal in lockeren Gruppen. Wer im Sommer durch das Naturparkgebiet Schlern-Rosengarten oder über den Vinschger Höhenweg geht, läuft fast unweigerlich an ihnen vorbei. Sie sind nicht die größten Bäume der Alpen. Aber sie sind die geduldigsten.
Was die Pflanze einzigartig macht
Botanisch betrachtet ist die Zirbe eine Konifere aus der Familie der Pinaceae – also der Kieferngewächse. Was sie von ihren Verwandten unterscheidet, lässt sich erstaunlich einfach erkennen, sobald man weiß, worauf man achten muss.
Fünf Nadeln im Büschel
Das wichtigste Erkennungsmerkmal der Zirbelkiefer sind ihre fünfnadeligen Büschel. Während die meisten heimischen Kiefern ihre Nadeln in Zweier- oder Dreierbündeln tragen, stehen bei der Zirbe immer fünf Nadeln zusammen. Wer das einmal weiß, verwechselt sie nie wieder mit Latschen- oder Waldkiefer. Die Nadeln sind schmal, 5 bis 11 Zentimeter lang und auf der Innenseite leicht silbrig.
Zapfen, die zwei Jahre reifen
Die Zapfen der Zirbe sind kompakt und eiförmig, 5 bis 8 Zentimeter lang und brauchen zwei bis drei Jahre, bis sie ausgereift sind. Sie öffnen sich nicht von selbst, wie es bei vielen Kiefern üblich ist. Stattdessen werden sie vom Tannenhäher aufgepickt – einem Rabenvogel, der die Samen sammelt, vergräbt und so die Verbreitung des Baumes übernimmt. Eine Symbiose, die über Jahrtausende gewachsen ist.
Eine alte Bezeichnung: Wegen ihrer Lebensdauer, ihrer Robustheit und ihrer Heimat oberhalb der Waldgrenze wurde die Zirbe in historischen Quellen oft „Königin der Alpen" genannt. Eine etwas pathetische Bezeichnung – aber wer einmal vor einem 800 Jahre alten Exemplar gestanden hat, versteht sie. Diese Bäume haben schon gestanden, als die Vorfahren meines Großvaters noch nicht einmal Höfe gebaut hatten.
Wirkung des Zirbelkieferöls: Duft, Komponenten, Tradition
Wenn Kunden mich nach der Wirkung des Zirbelkieferöls fragen, antworte ich immer ähnlich: Wir reden über eine Essenz mit einem klaren sensorischen, atmosphärischen und kulturellen Profil. Seit Jahrhunderten begleitet das Zirbenholz und sein Öl den Alltag in Südtirol – in der Stube, im Kopfkissen, in der Truhe. Der Duft erinnert an Wald, Harz, klare Bergluft. Das sind keine Heilversprechen, das sind sensorische und kulturelle Fakten.
Duftprofil und sensorische Wirkung
Das Zirbelkieferöl duftet balsamisch, holzig und süßlich-warm, mit Harznoten und einer leicht kampferartigen Nuance. Es ist eine einhüllende, aber nicht stechende Essenz – auch geschätzt von Menschen, die kräftige Nadelöle wie Waldkiefer oder Tanne sonst nicht mögen. Für viele unserer Kunden ist es das „Schlafzimmer-Öl" schlechthin.
Natürliche Inhaltsstoffe
Aus der Gaschromatographie kennen wir die Hauptbestandteile: Alpha-Pinen und Beta-Pinen (frische Nadelnoten), Limonen (zarte zitrusartige Helligkeit), Bornylacetat – der charakteristische Marker des Zirbenöls, verantwortlich für die weiche, holzige Note – und Pinosylvin, ein natürliches Molekül des Zirbenholzes.
Zirbe und Schlafkammer-Tradition
Eine Sache wirst du in jeder Südtiroler Bergregion hören: Schlafzimmer wurden früher gerne mit Zirbenholz vertäfelt. Der Duft, der sich über Jahrzehnte aus dem Holz löst, schafft eine ruhige, einhüllende Atmosphäre. Diese kulturelle Verbindung von Zirbe und Schlafraum ist über Generationen entstanden – und sie ist der Grund, warum Zirbenöl heute noch oft auf den Nachttisch gestellt oder ein Tropfen auf das Kopfkissen gegeben wird. Eine viel zitierte Untersuchung der Joanneum Research aus dem Jahr 2003 hat sich dem Thema gewidmet; die Forschungslage ist nicht abschließend und Aussagen dazu solltest du immer kritisch einordnen. Was bleibt, ist die jahrhundertealte Tradition – und der Duft, der für sich spricht.
Die traditionelle Verwendung und der Duft ersetzen in keinem Fall ärztliche Behandlung. Das Zirbelkieferöl von Viworo ist für die äußere, aromatische Anwendung bestimmt.
Die Zirbenstube – Tradition aus Südtirol
Bei meiner Großmutter im Vinschgau gab es eine Stube. Eine echte, alte Zirbenstube, mit holzgetäfelten Wänden, einer geschnitzten Eckbank und einem Kachelofen, der den ganzen Winter durchgeheizt wurde. Vierzig Jahre nach dem Bau hat das Holz immer noch geduftet. Nicht aufdringlich. Eher so, dass man es im ersten Moment gar nicht bewusst wahrnimmt. Erst wenn man eine Weile drin saß, wurde es einem klar: dieser Raum riecht. Warm, harzig, balsamisch. Das war Zirbe. Das ist Zirbe.
Die Zirbenstube ist ein Stück Südtiroler und Tiroler Bautradition. Schon im Mittelalter wurden in den Höfen der Bergbauern die wichtigsten Räume mit Zirbenholz vertäfelt – die Stube, das Schlafzimmer, manchmal eine ganze Wand in der Küche. Das Holz ist hellbraun bis warm-gelblich, weich genug für feine Schnitzerei und gleichzeitig stabil genug für Möbel und Vertäfelungen, die Generationen überdauern. Es hat eine Eigenschaft, die kaum ein anderes europäisches Holz mitbringt: Es behält seinen Duft über Jahrzehnte. Genau das macht die Zirbenstube kulturell so verankert in den Alpen.
Wer heute eine Zirbenstube nicht zur Hand hat – und das sind die meisten von uns – holt sich diesen Duft auf andere Weise nach Hause. Mit einem Span im Kissen. Mit einem Holzwürfel auf dem Nachttisch. Oder eben mit ein paar Tropfen Öl im Diffuser. Viele schätzen genau das: dieses kleine Stück Bergkultur in einer Stadtwohnung.
Wildsammlung und Nachhaltigkeit
Wildsammlung bedeutet: kein gesunder Baum wird gefällt.
Eine Sache muss man bei der Zirbe verstehen: Für die Gewinnung des ätherischen Öls wird kein gesunder Baum gefällt. Die Zirbe wächst zu langsam, sie braucht zu lange, sie ist in vielen Regionen unter Schutz. Niemand kann es sich erlauben – und niemand sollte es sich erlauben –, einen 300 Jahre alten Baum für ein Fläschchen Öl umzulegen.
Woher das Material kommt
Das Pflanzenmaterial stammt aus drei Quellen: aus Bruchholz, das nach Stürmen, Schneelast oder Lawinen ohnehin am Boden liegt. Aus dem Pflegerückschnitt der Forstverwaltung, bei dem einzelne Äste entnommen werden, um den Baum gesund zu halten. Und aus den vom Boden aufgesammelten Zapfen und Nadeln, die der Baum selbst abgeworfen hat. Drei Wege, die alle eines gemeinsam haben: Der Baum bleibt stehen.
Bio-Qualität aus dem Forst
Bio im Sinne von „kontrolliert wildgesammelt" heißt: Der Forst, aus dem das Material kommt, wird nach Bio-Vorgaben bewirtschaftet. Keine synthetischen Pestizide, keine chemischen Düngemittel, dokumentierte Sammelgebiete. Wir bei Viworo arbeiten nur mit Lieferanten, die nach diesen Vorgaben wildsammeln. Das macht das Öl etwas teurer als die billige Massenware – und genau das ist der Punkt.
Vom Holz zum Öl – die Wasserdampfdestillation
Aus Nadeln und Holz ein Öl zu machen, ist ein Verfahren, das im Grundprinzip seit Jahrhunderten existiert: die Wasserdampfdestillation. Wasser wird unter dem Kessel zum Sieden gebracht, der heiße Dampf zieht durch das Pflanzenmaterial, löst die ätherischen Moleküle aus den Harzkanälen und transportiert sie nach oben in einen Kondensator. Dort kühlt der Dampf ab, das Wasser wird wieder flüssig – und obendrauf schwimmt eine dünne Schicht ätherisches Öl, das man abschöpfen kann.
Was reingeht
Verwendet werden bei der Zirbe vor allem die Nadeln, junge Zweige und unreife Zapfen. Diese Pflanzenteile haben die höchste Konzentration an Harzkanälen – und damit an aromatischen Verbindungen. Holz allein liefert weniger Ausbeute, deshalb wird es meist kombiniert. Wichtig ist eine schonende, moderate Destillationstemperatur: Wer zu heiß destilliert, zerstört einen Teil der feinen Duftnoten.
1,5 kg für 10 ml
Die Ausbeute ist überschaubar. Für ein Fläschchen mit 10 ml ätherischem Zirbelkieferöl braucht es ungefähr 1,5 Kilogramm Pflanzenmaterial. Das ist viel Holz für wenig Öl – und einer der Gründe, warum echte Zirbe nie billig ist. Wer Zirbenöl zum Discountpreis sieht, sollte misstrauisch werden: Da ist meistens nicht das drin, was draufsteht.
Bei uns in Lana läuft die Charge nach der Anlieferung durch eine Eingangsprüfung. Wir schauen uns das Analyse-Zertifikat des Lieferanten an, prüfen visuell, machen die Geruchsprobe. Letztes Jahr haben wir, wie gesagt, zwei Lieferungen zurückgeschickt – einmal stimmte die Chemie nicht, einmal hat der Duft einfach nicht überzeugt. Das ist die Arbeit eines Händlers: nicht selbst destillieren, aber genau wissen, was man weiterverkauft. Wenn du dir das fertige Ergebnis anschauen möchtest, findest du es als Bio-Zirbelkieferöl in unserem Shop.
Das Duftprofil
Das ätherische Öl der Zirbe gehört zur Familie der monoterpenreichen Nadelhölzer. Seine Hauptbestandteile sind eine Gruppe von Monoterpenen, die zusammen den typischen Charakter ergeben. Die genauen Werte schwanken – je nach Höhenlage, Erntezeitpunkt, Witterung im jeweiligen Jahr. Ein gut destilliertes Öl bewegt sich aber meist in folgenden Bereichen:
Die Hauptdarsteller
Alpha-Pinen (15–35 %) bringt die typische Frische, die man von einem Spaziergang im Nadelwald kennt. Beta-Pinen und Camphen ergänzen das Bild mit balsamischen, leicht kampferartigen Akzenten. Limonen sorgt für eine zarte, fast zitrusartige Helligkeit, die das Holzige aufhellt und davor bewahrt, schwer zu wirken. Alles zusammen ergibt jenes warme, harzige, balsamische Profil, das man instinktiv mit „Bergluft" verbindet.
Bornylacetat – der Marker
Bornylacetat ist der charakteristische Duft-Marker der Zirbe. Es ist die Substanz, die einer Zirbenstube ihren unverwechselbaren Geruch gibt – diese leicht süßliche, weiche, fast vanillig-holzige Note, die nichts anderes ersetzen kann. Wenn wir eine Charge prüfen, ist Bornylacetat eines der ersten Dinge, auf die wir achten. Ohne ausreichend Bornylacetat fehlt einem Zirbenöl schlicht das, was es zur Zirbe macht.
Wie würde man den Duft beschreiben?
Wenn du das Fläschchen kurz unter die Nase hältst: zuerst frisch und grün, mit dieser klaren Nadelnote, die nach Wald riecht. Dann kommt darunter die warme Schicht – holzig, harzig, mit dieser balsamischen Tiefe, die in den hinteren Naseneingängen hängenbleibt. Und ganz am Schluss, wenn das Öl ein paar Sekunden an der Luft war, hebt sich eine ganz leichte, süßliche Nuance heraus. Das ist das Bornylacetat. Das ist die Zirbenstube meiner Großmutter, in einem Tropfen.
Drei Nadelhölzer im Vergleich
In den Alpen wachsen mehrere Kiefernarten, die alle für ätherische Öle genutzt werden. Botanisch sind sie verwandt, im Charakter aber drei verschiedene Welten. Ein nüchterner Überblick:
Drei Bäume, drei Düfte, drei Geschichten. Wenn du dich für die alpine Linie interessierst, findest du bei uns auch das Öl der Latschenkiefer – der frischere, krautigere Bruder der Zirbe, ebenfalls aus Südtirol.
Anwendung: So nutzt du Zirbelkieferöl
Zirbelkieferöl ist konzentriert: ein paar Tropfen reichen. Ein 10-ml-Fläschchen enthält etwa 200 Tropfen – bei einem durchschnittlichen Gebrauch von fünf Tropfen am Tag reicht es über einen Monat. Hier sind die fünf Anwendungsformen, die wir unseren Kunden am häufigsten empfehlen – vom Diffuser im Wohnzimmer bis zur Sauna.
1. Im Diffuser
Gib 4–6 Tropfen in den Wassertank eines Ultraschall- oder Kaltvernebler-Diffusers. Zyklen von 10–20 Minuten, mit Pausen dazwischen. Ideal abends im Wohnzimmer, beim Arbeiten im Büro oder im Schlafzimmer vor dem Zubettgehen.
2. Aufs Kissen oder Taschentuch
Gib 1–2 Tropfen auf ein Baumwoll-Taschentuch und leg es neben das Kopfkissen – nicht direkt auf den Bezug, sonst entstehen Flecken. Es ist die einfachste Art, sich die Atmosphäre einer Südtiroler Zirbenstube nach Hause zu holen.
3. Zirben-Raumspray selber machen
In eine 100-ml-Sprühflasche: 30 Tropfen Zirbelkieferöl + destilliertes Wasser + einen Teelöffel Trinkalkohol als Emulgator. Vor jedem Gebrauch schütteln. Komplette Anleitung: Zirben-Spray selber machen.
4. Verdünnt als Massageöl
Verdünne auf 1 % in einem Trägeröl: 1 Tropfen pro 5 ml Bio-Mandelöl oder Jojoba. Geeignet für entspannende Massagen an Nacken und Schultern am Ende des Tages. Niemals pur auf die Haut auftragen.
5. In der Sauna
Gib 2–3 Tropfen in eine kleine Wasserschale – niemals direkt auf den Ofen. Die Luft füllt sich mit balsamischen Noten von alpinem Holz. In Kombination mit Latschenkieferöl erinnert es an eine Sauna mitten in den Dolomiten.
Worauf du verzichten solltest: reine Anwendung auf der Haut, Kontakt mit Augen und Schleimhäuten, Gebrauch bei Kindern unter 3 Jahren ohne Beratung, Gebrauch in der Schwangerschaft ohne ärztliche Rücksprache. Vor Licht geschützt, kühl und außerhalb der Reichweite von Kindern lagern.
Wenn du das Öl ausprobieren möchtest
Ich erinnere mich an einen Sonntagabend im Februar. Draußen Schnee, drinnen die Wohnung kühl, weil die Heizung gerade erst angesprungen war. Ich habe drei Tropfen Zirbe in den Diffuser gegeben, mich mit einer Wolldecke aufs Sofa gelegt und eine halbe Stunde nichts gemacht. Kein Telefon, kein Buch. Nur der Duft. Es war eines dieser Rituale, die nichts kosten, kaum Zeit brauchen, und einem trotzdem das Gefühl geben, ein bisschen weiter weg zu sein als nur in der eigenen Wohnung.
Genau dafür ist das Zirbelkieferöl gemacht: für einen ruhigen Moment am Abend, für ein klassisches Abend-Ritual, für die Erinnerung an Bergluft, wenn der Alltag drückt. Viele unserer Kunden schätzen den Duft besonders in den dunklen Monaten – November bis Februar, wenn man die Natur am meisten vermisst.
Wenn dich eine kleine Aufforderung freut: Geh im Frühjahr einmal in den Dolomiten wandern. Such dir einen Tag im Mai oder Juni, geh auf 1.800 Meter hinauf, bleib unter einer alten Zirbe stehen, und atme. Du wirst danach nie wieder vergessen, wie diese Pflanze riecht. Und du wirst verstehen, warum wir es nicht eilig haben, das Öl in unsere Fläschchen abzufüllen.

Häufige Fragen zum Zirbelkieferöl
Die Fragen, die uns von Kunden, Blog-Lesern und Menschen, die wir auf Messen treffen, am häufigsten gestellt werden. Wenn deine Frage nicht dabei ist, schreib uns – wir aktualisieren diesen Bereich regelmäßig.
Welche Wirkung hat Zirbelkieferöl?
Die bekannteste Wirkung ist sensorisch und atmosphärisch: ein balsamischer, holziger, leicht süßlicher Duft mit Harznoten. In Südtirol wird die Zirbe seit Jahrhunderten mit der Stube und dem Schlafraum in Verbindung gebracht – wegen der ruhigen, einhüllenden Atmosphäre, die das Holz und sein Öl schaffen.
Hilft Zirbenöl beim Einschlafen?
Die Zirbenstube als Schlafraum ist Teil der Südtiroler Tradition – seit Generationen wird Zirbenholz in Schlafzimmern verbaut, weil sein warmer, balsamischer Duft eine ruhige Atmosphäre schafft. Eine viel zitierte Untersuchung der Joanneum Research aus 2003 hat sich dem Thema gewidmet; die Forschungslage ist nicht abschließend. Was bleibt, ist die langjährige Erfahrung vieler Menschen: ein Tropfen aufs Kopfkissen, ein paar Tropfen im Diffuser – und der Raum riecht wie eine alte Stube.
Wie wendest du Zirbelkieferöl an?
Die häufigsten Methoden: Diffuser (4–6 Tropfen), 1–2 Tropfen auf ein Taschentuch neben dem Kopfkissen, selbst gemachter Raumspray, verdünnt als Massageöl zu 1 % in einem Trägeröl, und ein paar Tropfen in der Sauna. Alle Details findest du im Abschnitt „Anwendung" weiter oben.
Darf man Zirbelkieferöl pur auf die Haut auftragen?
Nein. Alle ätherischen Öle, auch Zirbe, müssen vor dem Hautkontakt in einem Trägeröl verdünnt werden (Mandelöl, Jojoba, Kokos). Die empfohlene Verdünnung für kosmetische Anwendungen ist 1 %: ein Tropfen pro 5 ml Trägeröl.
Zirbelkieferöl oder Latschenkieferöl – was ist der Unterschied?
Die Zirbe duftet süßlich, holzig und weich – ideal für das Schlafzimmer. Die Latschenkiefer ist frischer, harziger und stechender – meist gewählt für anregende Atmosphären und Arbeitsräume. Siehe Vergleichstabelle „Drei Nadelhölzer im Vergleich" weiter oben.
Woher kommt das Zirbelkieferöl von Viworo?
Aus alpinen Wäldern in Italien, mit Destillation in Südtirol. Wir arbeiten mit Südtiroler Lieferanten, denen wir vertrauen, und prüfen in Lana jede Charge bei der Anlieferung – Bornylacetat-Chemie und Geruchsprobe. Letztes Jahr haben wir zwei Lieferungen zurückgeschickt, weil sie unsere Parameter nicht erfüllten.
Darf man Zirbenöl in der Schwangerschaft oder bei kleinen Kindern verwenden?
In Schwangerschaft, Stillzeit und bei Kindern unter 3 Jahren solltest du vor der Anwendung deinen Arzt oder eine qualifizierte Aromatherapie-Fachperson konsultieren. Bei älteren Kindern lassen sich sehr geringe Mengen im Diffuser in gut belüfteten Räumen verwenden.
Wie lange reicht ein 10-ml-Fläschchen?
10 ml entsprechen etwa 200 Tropfen. Bei einem durchschnittlichen Gebrauch von 5 Tropfen pro Tag im Diffuser hält ein Fläschchen über einen Monat. Das sind rund 30 Cent pro Anwendung.
Wie lagerst du Zirbelkieferöl richtig?
Vor direktem Licht geschützt, an einem kühlen und trockenen Ort, gut verschlossen. Das Fläschchen ist aus dunklem Glas, um den Inhalt zu schützen. Bei korrekter Lagerung behält das Öl seine aromatischen Eigenschaften 2–3 Jahre nach dem Öffnen.
Darf man Zirbelkieferöl einnehmen?
Das Zirbelkieferöl von Viworo ist für die äußere, aromatische Anwendung bestimmt: Diffuser, verdünnte Hautanwendung, Raumspray. Es ist nicht als Nahrungsergänzung gedacht.
Kann ich es im Ultraschall-Diffuser verwenden?
Ja, es ist ideal. 4–6 Tropfen im Wassertank reichen für mittelgroße Räume. Mehr Infos in der Anleitung Zirben-Spray selber machen.
Hol dir den Duft der Südtiroler Alpen nach Hause
Bio-Zirbelkieferöl aus kontrollierter Wildsammlung, geprüft in Lana – warm, holzig, harzig. Für deinen Diffuser, für deine Abendroutine, für stille Momente.
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Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information über Pflanze, Herkunft und Handwerk. Ätherische Öle sind Naturprodukte – verwende sie verdünnt, halte sie von Augen und Schleimhäuten fern und außerhalb der Reichweite von Kindern. Bei Schwangerschaft oder bestehenden gesundheitlichen Themen sprich vor der Anwendung mit deinem Arzt oder einer qualifizierten Fachperson.